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Zusammenfassung

MMT XIX - 02.12.2006

Web 3.0 –
Die Zukunft des WWW

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• Das Web 2006 - Bestandsaufnahme

• AJAX - Die Antwort auf alle Fragen?

• Usability - Does and Don`ts

• Barrierefreiheit 2.0

• Das Web 2007 - Blick in die Kristallkugel

• Danksagung

Mit kerniger Teilnehmerzahl (knapp 160 Frauen und Männern) ging der 19. Multimediatreff am frühen Nachmittag des 2. Dezember 2006 an den Start. Das Thema lautete nicht ganz unbescheiden »Web 3.0 – Die Zukunft des WWW«.

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Das Web 2006 - Bestandsaufnahme

| Christian Wenz & Tobias Hauser |          >> nach oben

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Den Tag sollten Christian Wenz und Tobias Hauser nicht nur eröffnen, sondern am Ende auch abschließen. Im Eröffnungsvortrag ging es zunächst aber darum, eine Resumée des abgelaufenen Jahres in Sachen Web zu ziehen. Dass so eine Aufgabe immer subjektiv sein muss, räumten unsere beiden Redner ein.

Im ersten Abschnitt, dem Bereich der »Programmiertechnik«, wurde folgendes konstatiert:
Frames sind tot und wurden auch 2006 nicht mehr verstärkt eingesetzt.
Bei den Layouts wendet sich etwas zum Positiven: Layouttabellen gehen in der Zahl zurück und CSS hat sich mittlerweile durchgesetzt.
Bei XHTML sieht es nicht so positiv aus – es findet weiterhin nicht allzuviel Akzeptanz und auch bei der Weiterentwicklung desselben und im W3C stockt es.
Der Internet Explorer 7 erfreut durch sein Erscheinen.

Nun folgte die Betrachtung der »serverseitigen Technologien«:
Microsofts Webserver IIS konnte sich auf Kosten von Apache einen höheren Marktanteil erarbeiten, insbesondere durch eine Umstellung der Server des großen amerikanischen Hosters GoDaddy.
Die PHP-Group scheint Probleme mit Innovationen zu haben und auch die Innovationsakzeptanz bei den Hostern ist sehr gering. So konnte PHP 5 das Jahr 2006 gerade einmal mit einem 10%igen Anteil an PHP-Installationen abschließen.
ASP.NET 2.0 fand dagegen – aufgrund guter Technologie und wohl auch durch das »New Kid in Town«-Image – schnelleren Zulauf. Allerdings auf niedrigerem Niveau.
»Ruby on Rails« bleibt ein sehr trendiges Konzept, insbesondere dank seines MVC-Prinzips. Mehr allerdings auch nicht, denn es ist nicht ganz so einfach zu begreifen.

Weiter ging es mit »Open Source«:
Dank Open Source muss man mittlerweile von einem «Web der Systeme” (Typo3 / Joomla!) sprechen, Open Source CMS-Pakete haben die Anzahl rein statischen Seiten stark zurückgehen lassen.
Open Source Pakete gewinnen gegenüber den kommerziellen Systemen sehr stark an Boden. Die kommerziellen Systeme ziehen sich in den Highend-Bereich zurück.
Open Source verhalf auch manch tot geglaubtem Thema zu neuem Glanz, wie beispielsweise dem e-Learning Dank der Plattform »moodle«. e-Learning wird dabei meist ergänzend in Form des »Blendet Learning« eingesetzt.

Der Stand der Dinge bei »Content Management Systemen«:
Typo3 blieb Platzhirsch der CMS-Szene in Deutschland.
Joomla!, das Spinoff von Mambo hat sich auf Platz 2 katapultiert.

Was sich bei der »Sicherheit« tat:
Unverändert halten sich schlampig programmierte Seiten sowie, unter dem Sicherheitsaspekt gesehen, fragwürdige Bücher auf dem Markt.
Dennoch ist zumindest bei Entwicklern ein höheres Sicherheitsbewusstsein zu verzeichnen.
Für die Anwender gilt dies nicht.

Im Bereich »Video« konnte man feststellen:
Webvideos sind ein sehr heißes Thema, da sowohl die verfügbaren Bandbreiten stimmen, als auch mit Adobe Flash eine hervorragende Technik für deren Verarbeitung zur Verfügung steht.

Wie hat sich das »Design« weiterentwickelt?
Im Jahr 2006 ließ sich ein neuer Designstil erkennen, die Web 2.0-Optik - besonders beliebt bei den Amerikanern. Sie zeichnet sich durch Einfachheit, Klarheit und guter Lesbarkeit aus und reduziert besonders gut komplexe Informationen. Im Gegenzug werden Inhalte nicht mehr über mehrere Seiten verteilt, sondern versammeln sich auf einer einzigen längeren Seite. Als Navigationselemente kommen in der Regel Reiternavigationen zum Einsatz. Hinzukommt, dass grundsätzlich alles »beta« ist. Und wichtig ist auch das Prinzip der omnipräsenten Feedbackmöglichkeiten für die Surfer.
Das Jahr 2006 war auch das Revival der Icons. Sie stellen komplexe Zusammenhänge einfach dar, müssen zwar erst einmal erlernt werden, ziehen im Gegenzug aber Aufmerksamkeit auf sich und wirken freundlich.
Der Kampf zwischen fixen und flexiblen Layouts ist noch lange nicht ausgekämpft. Es schienen jedoch die fixen Layouts die Nase vorn gehabt zu haben.
Große Schriften zum Dekorieren waren nach wie vor im Trend. Ebenso große Hintergrundbilder, die von der hohen Verbreitung von Breitbandanschlüssen profitieren konnten.

Schlecht sah es bei der »Usability« aus:
Über diese wird zwar viel gesprochen, nur die Taten lassen auf sich warten. Oder aber Usability wird nicht systematisch genug erarbeitet, wie zum Beispiel per »A/B-Test«, oder treibt seltsame Blüten wie zum Beispiel auf der Adobe-Seite der mysteriöse Knopf namens »umschalten«.

Im Bereich »Business« ließ sich der Stand der Dinge folgendermaßen skizzieren:
Die Ansprüche an Designer und Entwickler sind deutlich gestiegen.
Der Aspekt »Medienkonvergenz« spielt eine immer gewichtigere Rolle, da immer vielfältigere Geräte mit dem Internet verbunden sind.
Man befasst sich mit so genannter »Social Software« – Plattformen, die man nicht mit eigenem Content füllt, sondern deren Content von den Nutzern selbst eingebracht werden. In diesem Bereich setzten sich aber nur wenige Lösungen durch. Problematisch zu sehen ist die Kontrolle der Inhalte.

Im Bereich der »Suchmaschinentechnik und –optimierung« hat sich nichts getan.

Den »Blog-trend« sahen unsere Vortragenden mit eher gemischten Gefühlen.

Der komplette Vortrag steht als PDF-Datei in der Download-Sektion bereit.

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AJAX - Die Antwort auf alle Fragen?

| Johannnes Gamperl |          >> nach oben

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Nach einer kurzen Pause übernahm Johannnes Gamperl das Zepter und knüpfte mit AJAX dort an, wo er das letzte Mal aufgehört hatte.
Als allererstes wollte er einen Nachteil der Technik beleuchten, allerdings auch Lösungswege dafür aufzeigen. Besagter Nachteil von AJAX ist, dass man die Möglichkeit, Bookmarks auf Unterseiten zu setzen verliert und die Browser beim Wechseln der Inhalte auch keine Einträge in ihre Historie aufnehmen.

Bei der Lösung für dieses Problem muss der Programmierer zweigleisig fahren: es gibt je eine Lösung für den Internet Explorer und eine andere für den Firefox. Die Lösung für Firefox arbeitet mit dem Aufruf von Sprungmarken für verschiedene Abschnitte, während man beim Internet Explorer neue Inhalte durch einen Query-String um Ende der URL markiert. Beide erkennen die jeweilige Lösung als separate URL an, die sie dann auch entsprechend handhaben. Nun muss man noch eine Routine einbauen, die anhand solch gearteter Anfragen erkennt, welchen Inhalt gerade gefragt ist.

Für einen weiteren Nachteil kannte er allerdings keine Lösung: einen Trick, um AJAX-Inhalte Suchmaschinen zugänglich zu machen. Hier bleibt also noch etwas zu tun.

Anschließend ging es um die verschiedenen AJAX-Frameworks, von denen sich Johannes Gamperl repräsentativ die zwei clientseitigen Frameworks »Prototype« und »script.aculo.us« herauspickte:
Beide sind sehr einfach zu programmieren
Beide sind crossbrowser-kompatibel
Prototype ist allerdings eher schlecht als recht dokumentiert
script.aculo.us glänzt neben guter Dokumentation auch durch mächtige Effektbibliotheken

Als Ausgleich für die schlechte Dokumentation von Prototype verwies unser Redner auf sein Buch, in welches er knapp 100 Seiten allein zu diesem Thema hat einfließen lassen.
Was ihm an Prototype besonders gefiel war die Tatsache, dass man keinerlei Inline-Code in seinen Seiten verarbeiten muss, sondern alle Eventhandler nachträglich angehängt werden.

Anschließend widmete er sich einigen Vorführungen in script.aculo.us, welches mühelos Objekte animiert oder mit Drag&Drop-Funktionalitäten versehen kann, wie auch übergangslos Texte durch einen Richtext-Editor zum Live-Bearbeiten ersetzt.
Als sehr potente AJAX-Umsetzungen zeigte er uns die aktuelle GUCCI-Seite, die fast schon wirkte wie in Flash programmiert.

Des weiteren zeigte er eine verblüffend originalgetreue AJAX-Umsetzung des Spielklassikers »Lemmings«.

Der komplette Vortrag steht als PowerPoint-Datei in der Download-Sektion bereit.

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Usability - Does and Don`ts

| Kai Laborenz |          >> nach oben

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Wiederum nach einer kurzen Pause eröffnete Kai Laborenz seinen Vortrag über gute Usabilty.

Zunächst galt es, gute Usability zu definieren: So ist das »A und O« der Usability Entscheidungsprozesse zu vereinfachen und als allerletztes Frust aufkommen zu lassen - »Bloß nicht nachdenken« lautet die Devise, oder wie Steve Krug es im Original formulierte: »Don’t make me think!«

Entscheidend für das erreichen dieses Ziels ist seiner Ansicht nach weniger die Mär der »3 Klicks zum Ziel« sondern der Mechanismus des »Information Foragings«, der »Informationsfutter-Suche«:
Der User muss das Gefühl haben, er nähere sich kontinuierlich seiner »Beute«
Die »Beute« selbst muss die in sie gesetzten Ansprüche erfüllen
Die »Jagd« muss mühelos sein

Das fängt schon bei der Textgestaltung an. Dieser sollte dem Prinzip einer Zeitungsmeldung folgen und einen aussagekräftigen Titel als Eyecatcher haben, eine Kurzzusammenfassung für die schnelle Erfassung und erst zuletzt sollten die Details kommen. Insbesondere externe Links sollten alle erst zum Schluss folgen, damit der Surfer die eigene Seite nicht vorzeitig verlässt.

Als positives Beispiel für eine gelungene Umsetzung dieser Aufteilung nannte Kai Laborenz die Online-Artikel der GEO.

Als Negativbeispiel musste die Seite von Bang & Olufsen herhalten. Sie tappte in allerlei Fettnäpfchen:
Man gelangte bei der Eingabe der .de-Domain auf eine Sprachauswahl, anstatt auf die deutsche Präsenz zu gelangen.
Ein Intro versperrte einem den weiteren Weg, ohne dass klar war, wie man dieses überspringen kann. Intros sind generell eine schlechte Idee, da leider nur 75% der Leute wissen, was »skip intro« bedeutet.
Selbstsicher wurde im Anschluss verlangt, man solle sich doch erst einmal mit seinen persönlichen Daten registrieren.
Anschließend folgte eine lange Odysee durch die Seite, ohne aber zu Handfestem zu gelangen.

Wer diese Fehler nicht begehen wollte und gerne Bücher über das Thema liest, dem legte Kai Laborenz das Buch »Web Usability« von Jacob Nielsen ans Herz. Dieser Mensch fand unter anderem über den typischen Benutzer heraus, dass dieser
zielorientiert,
egoitisch,
immer in Eile,
leicht zu frustrieren ist und vor allem
lieber was macht und klickt als dass er liest.

Wenn sich der Benutzer überhaupt mit der Buchstabensuppe beschäftigt, dann tut er das eher in Form des »Scannings«: er lässt den Blick unstrukturiert über alle Passagen schweifen und klickt auf das Erste was ihm auch nur annähernd passend erscheint, nur um dann weiter so fortzufahren.

Demnach muss der Gestalter »scannbare« Seiten gestalten. Und das geht so:
Klar definierte Funktionsbereiche abstecken
Mit optischen Mitteln die Wichtigkeit strukturieren
Klickbares kennzeichnen
Was nicht wirklich nützt entfernen
Auch für Laien klare Namen vergeben (also nicht ein Produkt »XRT125TS« nennen)
Keinen Branchen-Slang verwenden

Desweiteren ist das Scrollen nach wie vor unbeliebt oder nicht in den Köpfen der Leute drin: nur 23% der Besucher einer Startseite scrollen diese nach unten, immerhin 42% der Leute sind auf den tiefer gelegenen Inhaltsseiten bereit zu scrollen. Scrollen muss erst erlernt werden. Immerhin aber tut sich da was, denn über die Jahre scrollen immer mehr Leute.
Also Scrollen möglichst vermeiden!

Der Startseite muss man besonderes Augen merk widmen, denn diese ist die wichtigste Seite: Sie vermittelt den ersten Eindruck und dient als sicherer Rückzugspunkt für den verlorenen Surfer. Auch sollte sie Hinweise zur Bedienung der Präsenz enthalten.

Usability kann sehr gut in der Entwicklungsphase getestet und verbessert werden. Für den Anfang und die grundlegenden Funktionen und deren Verbesserung und Debugging reichen 3 bis 5 Tester. Später sollte man auf 15 bis 18 Tester aufstocken, die dann fast 100% aller Fehler entdecken.

Kain Laborenz gefiel auch das Prinzip des »permantent beta« der Web 2.0 Präsenzen sehr, da fortlaufend die Usability verbessert und das Userfeedback ausgewertet wird.

Beim Testing und der Analyse erfährt man Unterstützung durch verschiedene technische Hilfsmittel. Manche wie das »Eye Tracking«, das die Blickbewegungen von Usern auf der Seite erfasst, sind sehr aufwendig. Es gibt aber auch günstige oder gar kostenlose Tools wie die »Click-Hit-Map« von CrazyEgg.com.

Der komplette Vortrag steht als PDF-Datei in der Download-Sektion bereit.

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Barrierefreiheit 2.0

| Tomas Caspers |          >> nach oben

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Tomas Capers startete mit einer Definition des Begriffs »Barrierefreiheit« und wissenswerten Fakten rund um das Thema »Behinderungen«. So erfuhr man, dass zum Beispiel laut Weltgesundheitsorganisation 25% aller 55-Jährigen laut Definition als behindert gelten müssen und es bei den 65-Jährigen schon 50% sind.

Des weiteren sei man niemals »behindert«, sondern wenn dann wird man von seinem Umfeld »behindert«. Diesen Satz illustrierte ein Foto eines Rollstuhlfahrers, der vor einer Treppe stand.

Dass es deutlich problematischere Formen der Behinderung gibt als die Querschnittslähmung, verdeutlichte Tomas Caspers durch zwei Videos, die einen SMA-Betroffenen (Spinale Muskelathropie) und eine vollständig gelähmte Frau zeigten. Beide fanden durch entsprechende Steuerungsprogramme am Rechner (von Assistiveware) kombiniert mit den Möglichkeiten des Internet eine gewisse Form an Freiheit zurück, welche beiden in der physischen Welt abhanden gekommen war.

Im Anschluss erfuhren wir über die verschiedenen Behinderungsformen und den damit einhergehenden Einschränkungen:
Körperbehinderungen (motorischer Art, Dyspraxie)
Sinnesbehinderungen (Farbefehlsicht bei Männern, Blindheit, Taubheit)
Lernbehinderungen (Legathenie, Dyslexie, Dyskalkulie)
Geistige Behinderungen (z.B. Down-Syndrom)

Tomas Caspers ermunterte die Teilnehmer, mehr über Barrierefreiheit bei der Gestaltung ihrer Seiten nachzudenken, und zu versuchen, Seiten zu gestalten, die auch von sinnesbehinderten oder motorisch Behinderten Menschen bedient werden können. Allerdings, und das gab er unumwunden zu, ist das auch eine finanzielle Sache.

Und um ans Tagesthema anzuknüpfen konstatierte er, dass viele Neuerungen im Netz Behinderten verschlossen bleiben, aber auch manches Feature, das mit der Web 2.0-Welle seinen Weg ins Internet gefunden hat, Behinderten das Navigieren und Kommunizieren erleichtert.

Der komplette Vortrag steht als PDF-Datei in der Download-Sektion bereit.

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Das Web 2007 - Blick in die Kristallkugel

| Christian Wenz & Tobias Hauser |          >> nach oben

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Wie Eingangs bereits erwähnt, fiel unseren ersten Vortragenden Christian Wenz und Tobias Hauser die Aufgabe zu, den Abend mit einer Prognose für die Entwicklungen und Trends des kommenden Jahres abzuschließen. Auch dies natürlich aus ihrer rein persönlich Warte gesehen – möglicherweise sehr subjektiv.

Dabei arbeiteten Sie sich analog zum zurückliegenden Vortrag durch die Bereiche hindurch.

Im Bereich »Programmiertechnik« sahen die beiden
CSS total en vogue
dank neuerer und besserer Authoringtools qualitativ hochwertigeren Code

»Client«-seitig sollten die Fortschritte werden:
Mehr JavaScript und damit DOM-Handling (Document Object Model), was wiederum zu validerem Code führen muss
Bei AJAX finden auch die Schattenseiten langsam Betrachtung (Bookmarks + Historie, sowie mögliche Sicherheitslücken)
Die AJAX-Frameworks werden sich weiter heiße Schlachten liefern, ohne dass 2007 ein Sieger hervorgehen wird
Die Erfolge von (relativ) neuen Techniken wie XForms, WPF/WPF-E (Windows Presentation Foundation), SVG, XUL werden sich stark in Grenzen halten

Im »Server«-Bereich prophezeiten unsere Orakel viel Bewegung:
Möglicherweise wird es was mit PHP 6, das durch und durch auf Unicode getrimmt ist und das komplett aufräumt mit sicherheitsgefährdenden Standardsettings.
ASP.NET 3.0 erscheint, wird sehr interessant, wird sich aber noch nicht etablieren
PERL 6 kommt, nun auch mit AJAX-Unterstützung

Bei den »Authoringtools« wird es heiß.
Fight und Kannibalisierung der Zwillingsprodukte von Adobe und Macromedia. Die Wettkampfprognose:
GoLive verliert gegen Dreamweaver
Illustrator schickt Freehand auf’s Altenteil
ImageReady verdrängt Fireworks
Acrobat schickt Flashpaper im Kindesalter in Rente

Im Bereich der »Open Source CMS« bleibt alles so wie es ist, nur mit neuen Versionen:
Typo3 4.1 und 5 behalten die Krone
Joomla! 1.5 und 2.0 hält Mambo 5.0 auf dem dritten Platz in Schach
Das immerhin in Deutschland präsente Contenido und auch Drupal bleiben auf niedrigem Level

Den Bereich »Web 2.0 Videoplattformen« hielten beide...
...auch 2007 für chaotisch und unrentabel. Wofür soll der Aufkauf von YouTube gut sein? Ist zwar ein unschlagbares Videoarchiv, führt aber zu massenhaft Problemen mit den Rechteinhabern. Microsoft hechelt derweil mit seiner »Soapbox« hinterher.

Die Vorschau auf das »Design« des Jahres 2007:
Schriften und Dekoschriften werden wieder kleiner werden
Fixe Layouts verdrängen die flexiblen, auch aufgrund der starken Verwendung entsprechend aufgebauter Templates
Die Reiternavigation bleibt im Trend, ggfls. beflügelt AJAX einige Vordenker zu völlig neuen Naviagtionsformen (à la Microsoft Office 2007)
Adobe Flash bleibt nach wie vor extrem populär, bekommt aber verstärkt Begleitung von AJAX
WPF (Windows Presentation Foundation), Microsofts Authoring-Konkurrent spielt zunächst noch keine Rolle

Und damit war Christian Wenz nun allein, denn aufgrund von »Überziehungen« in den vorangegangenen Vorträgen musste Tobias Hauser vorzeitig die Bühne verlassen, um rechtzeitig zum Flughafen, und dann zurück in die Heimat zu gelangen. Die zwei verbleibenden Abschnitte schaukelte Christian Wenz aber mit links.

Was tut sich im Bereich »Business«?
Durch den vermehrten Einsatz von AJAX und das »sich Verdaddeln« werden 2007 mehr Agenturen und Programmierer ihre Deadlines verpassen als noch 2006.
AJAX wird stärker unter dem Aspekt des Nutzens und des »Return of Investment« gesehen, anstatt dass der Begriff alleine schon Argument genug ist.
Auch das Web 2.0 wird an Strahlkraft verlieren und Investoren werden Businesspläne sehen wollen
Es findet kein erneutes »Blasenplatzen« statt, auch wenn sicherlich die eine oder andere Internet-Firma untergehen wird. Bekannte Firmen und gute Web 2.0-Entwickler werden jedoch überleben.

Zu guter Letzt wandte sich Christian Wenz dem Punkt »Integration & Prozesse« zu:
Es werden vermehrt nicht mehr ganze Präsenzen ge-/relauncht, sondern Einzelbereiche separat (Frontend, Backend).
Alles wird Middlewares und Schnittstellen nach außen besitzen (zwecks »Mesh-up«).
Immer mehr Anwendungen bieten Webinterfaces als Alternative an.
Webseiten werden immer weniger im klassichen (Nicht-AJAX-) Stil verwendet. Das reißt alle mit, da die Ansprüche der Konsumenten mit wachsen.

Der komplette Vortrag steht als PDF-Datei in der Download-Sektion bereit.

So waren wir nun alle im Bilde und mit dem perfekten Rüstzeug fürs neue Jahr ausgestattet. Und ein bisschen geschafft waren wir natürlich alle auch. Im Anschluss gab es aber noch die übliche Verlosungsorgie – besser als jeder Nikolausbesuch.

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Danksagung

| an alle unterstützenden Kräfte, vielen Dank! |          >> nach oben

Ohne Unterstützung von Dritten und Sponsoren wären die Veranstaltungen kaum so günstig realisierbar und so möchten wir uns bei folgenden Partnern bedanken:

JFC Medienzentrum Köln

Auch diesmal unterstützte uns der JFC Medienzentrum als unser Kooperationspartner bei den Räumlichkeiten und der Technik im KOMED / MediaPark - vielen Dank!

Der 19. Multimediatreff wurde exklusiv von Galileo Computing unterstützt und bedachte die Teilnehmer mit Geschenken in Form von Büchern, MP3-Playern und Haribo-Weingummis :-)

Galileo Computing
 

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