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Desktopähnliche Webanwendungen mit Ajax
Business Applications mit Ajax
Web-Future: Flash Player 9 und Flex 2
Rich Internet Applications mit SAP und Flex
Eyelights mit Flash
Danksagung
Der 18. Multimediatreff richtete sich an alle Webentwickler und Konzepter,
die mehr als eine handelsübliche Website erstellen wollen. Mit desktopähnlichen
Komponenten, dynamischen Inhalten, benutzerfreundlichen Frontends und leicht
anpassbaren Backends.
Wir haben in diesem Zusammenhang das Trio Flash, Flex und Ajax vorgestellt,
die seit der neusten Version von Flex 2 zusammenarbeiten. So haben wir
jeden dieser Kandidaten genau unter die Lupe genommen und anhand von Beispielen aus der Praxis vorgestellt.
Insgesamt 140 Interessierte Entwickler und Konzepter aus ganz Deutschland nahmen
aktiv an diesem (mal wieder) sonnigen Thementag teil! Wir möchten uns an
dieser Stelle bei allen Beteiligten, Sponsoren und Kooperationspartnern für
eine gelungene Veranstaltung bedanken.
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Desktopähnliche Webanwendungen mit Ajax
| Johannes Gamperl | >>
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Den Reigen der Vortragenden zum Thema »Rich Internet Applications« eröffnete Johannes Gamperl mit einem technischen Abriss von AJAX und JSON.
Der Begriff »AJAX« als Kurzform für »Asynchronious JavaScript and XML« wurde 2005 von Jesse James Garett erstmalig als Beschreibung einer neuartigen Kombination bekannter Technologien beim Programmieren von Webapplikationen geprägt.
Das AJAX-Modell nutzt die seit Jahren verfügbaren Bestandteile JavaScript und XML, untereinander verbunden durch das XMLhttp-Request-Objekt, um Teile einer Seite nicht mehr synchron, sondern eben asynchron zueinander nachzuladen. Ähnlich verhält es sich bei dem etwas jüngeren und besser optimierten JSON-Verfahren.
Asynchron bedeutet bei beiden Technologien, dass einzelne Unterelemente einer Seite wie zum Beispiel Menü, Bilder und Inhaltstexte nicht mehr allesamt beim URL-Aufruf komplett und einmalig zum Surfer übertragen werden müssen, sondern dass diese jederzeit einzeln nachgeladen und flüssig in ein vorhandenes HTML-Gerüst eingewoben werden, oder vorhandene Elemente ersetzen können.
Dies führt zu einer bisher nur von Desktopapplikationen bekannten Wahrnehmung von Internetapplikationen, da der Betrachter die Start-URL nicht mehr verlassen und eine andere Seite workflowbremsend im Ganzen laden muss, nur um dort minimal veränderte Inhalte gegenüber vorher zu sehen. AJAX und JSON tauschen den sich veränderten Inhalt »on the fly« – also im laufenden Prozess aus.
Nach dieser Wesensbeschreibung von AJAX und JSON führte Johannes Gamperl die Zuhörer durch einen einfachen programmatorischen Aufbau eines AJAX-Konstrukts, der in der Powerpoint-Präsentation in der Download-Sektion beschrieben ist.
Im Zuge der Demonstration stellte er die Vorzüge der etwas jüngeren JSON-Technik heraus, welche zwar nicht ohne externe Library auskommt, den Programmierer dafür aber mit Literalobjekten mit Punktnotation erfreut und mit dem Datenvolumen auch weitaus effektiver umgeht als AJAX mit seinem eher unpraktisch aufgeblähten XML.
Dass AJAX nicht zwangläufig »Web 2.0« bedeutet, durfte bei unserer Detailbetrachtung nicht unerwähnt bleiben. Denn für den von Tim O'Reilly geprägten Begriff »Web 2.0« qualifiziert sich eine Anwendung erst wenn sie soziale Komponenten mitbringt, so wie sie beispielsweise in Communities à la Flickr, del.icio.us & Co zu finden sind.
AJAX eignet sich jedoch für viel mehr Anwendungstypen:
- Votings mit Lifefeedback
- Tabellenkalkulationen (z.B. iRows)
- Textverarbeitungen (z.B. Google Writely)
- Hilfeeinblendungen
- Animationen
- Chats (z.B. Gabbly)
- Bildbearbeitung (z.B. nexImage)
- Lebendige Landkarten (z.B. Google Maps)
- Datenbankadministration (z.B. turboDBAdmin)
- Spiele (z.B. Morfik Schach)
Die wesentlichen Vorteile von AJAX und JSON sind:
- Plugin-Freiheit
- schnelle Datenübertragung
- verbesserte Usability
- Verringerung der Serverlast
Ein paar Nachteile gibt es aber auch:
- JavaScript muss zwingend aktiviert sein, oder bei Microsoft bis zum IE 6.0 ActiveX.
- Die Anwendungen sind offline nicht funktionsfähig
- Die Browser kennen keine Historie für die verschiedenen Darstellungen und können ebenso keine präzisen Bookmarks mehr setzen
- AJAX ist momentan wenig barrierefrei
Der komplette Vortrag steht als PowerPoint-Datei in der Download-Sektion bereit.
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Business Applications mit Ajax
| Dr. Alexei Galert | >>
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Die Firma BEST CHOICE ist Spezialist bei der visuellen Aufbereitung von großen Datenmengen und macht sich zunutze, dass der Mensch Farben und Formen schneller erfasst, als Geschriebenes.
Als Beispiele für einfache und schnell erfassbare Aufbereitungen von großen Datenmengen zeigte er die Produkte »Productmaps« sowie »Portfoliomaps«. Bei »Productmaps« handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem der Kunde aus einem umfangreichen Sortiment das für ihn passende Produkt finden kann. Das allein wäre noch nicht neues, wenn denn nicht die visuelle Darstellung der Produkte auf die Auswahl des Anwenders reagieren würde. Diese passt sich im Größenverhältnis und in der Anordnung so an dass das treffendste Objekt in seiner Größe seine Eignung reflektiert und sich als Erstes in die Übersicht setzt.
Ähnlich aufgebaut verhält sich »Portfoliomaps«, das verschiedenen wirtschaftlichen Aspekten verschiedener Abteilungen innerhalb einer Firma visuell Ausdruck verleiht. Stärken und Schwächen innerhalb des Betriebs werden so auf der Stelle sichtbar. Die Software befindet sich derzeit noch in der Entwicklung und verspricht mit Ihrer Idee ein interessantes Konzept zur Visualisierung von Daten. Weitere Infos zu dem Projekt gibt es unter www.bestchoice-group.com so wie in der PowerPoint-Präsentation in der Download-Sektion.
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Web-Future: Flash Player 9 und Flex 2
| Sascha Wolter | >>
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Sascha Wolter führte die gespannten Zuschauer in die Welt des neuen Flash Players 9, so wie Flex 2 SDK + Builder von Adobe.
Flex 2 ist eine Entwicklungsumgebung für Flash 9, welche auf Eclipse aufsetzt und frei zur Verfügung steht. Das gilt neuerdings auch für die Serverkomponente »Flex Data Services« für Apache Tomcat, die man in einer abgespeckten »Express« -Version frei beziehen kann.
Daneben gibt es den normalen »Flex Data Services« -Server sowie Flex Charting und bei Bedarf eine Flex-to-AJAX-Bridge.
Flash bietet gegenüber AJAX einige Vorteile, wie zum Beispiel die umfangreichen visuellen Animationsmöglichkeiten oder das schnellere Aufbereiten bestimmter Darstellungstypen (z.B. um Faktor 10 bei Daten-Tabellen).
Mit der Einführung von ActionScript 3 und dem Flash Player 9 ist nun ein optimales Arbeiten mit der dedizierten balastfreien und damit schnelleren AS3-Virtual Maschine möglich. Des Weiteren unterstützt Flash 9 »Paging«, also das automatische, flüssige Nachladen von Datensätzen während des Scrollens. Zudem beherrscht es (anders als AJAX) eine Push-Technik für den Datenaustausch - der Flash-Player horcht dazu auf einem bestimmten Port und der Server gibt Bescheid, sobald sich Neues ereignet hat. AJAX ermöglicht dagegen nur ein regelmäßiges, timergesteuertes Nachfragen des Clients beim Server.
Auch sonst hat sich in Flash viel getan – so werden nun Lowlevel-Zugriffe auf Computer-Ressourcen erlaubt, wie beispielsweise Netzwerkkarten, mit deren Hilfe man zum Beispiel proprietäre Netzwerkprotokolle in Flash implementieren kann. Es kennt nun auch Sprites anstelle der Movies und wird dadurch so performant, dass erstmals auch an echtes ungetrickstes 3D zu denken ist. Weitere Stichworte bzgl. der Features sind: Ereignisse, Namespaces und Regular Expressions.
Der komplette Vortrag steht als PDF-Datei in der Download-Sektion bereit.
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Rich Internet Applications mit SAP und Flex
| Dr. Gunther Schöppe | >>
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Dass Flex ein sehr mächtiges Werkzeug ist, fand man auch bei der IXULT AG – die, vertreten durch Dr. Gunther Schöppe, Lösungen rund um die SAP-Software-Familie erstellt, welche weltweit führend im Bereich »Business Standards Software« eingesetzt wird.
Im konkreten Fall stellte Dr. Schöppe eine Applikation für das Intranet vor, das Zahlen aus einer SAP-Datenbank in wunderschöne Charts aufbereitet und zudem neue Daten entgegennimmt.
Ganz im Gegensatz zu den früheren SAP-Web-Lösungen (Statisches HTML, DHTML, HTMLB, Web Dynpro), macht das Arbeiten mit der tendenziell eher nüchternen Materie in der Flex-Applikation regelrecht Spaß. Das Flex-Werkzeug ist aufgrund der implementierten Präsentationlogik bei individuellen Anpassungen weitaus flexibler und verlagert auch deutlich mehr Prozesse weg vom zentralen Server, hin zu den mittlerweile recht potenten Client-Maschinen.
Seine SAP-Web-Vorgängersysteme hängt es allerdings mit Fähigkeit vollends ab, auch offline wie gewohnt weiterzulaufen. Änderungen an den Daten auf Client- und/oder Server-Seite werden beim nächsten Connect wieder abgeglichen.
Der komplette Vortrag steht als PDF-Datei in der Download-Sektion bereit.
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Eyelights mit Flash
| Carlo Blatz | >>
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Als spannenden Abschluss durften wir Carlo Blatz willkommen heissen, der unsere Sinne mit sicherer Hand und einer delikaten Auswahl Flash-Highlights aus dem Hause Powerflasher erfreute. Die Powerflasher aus Aachen sind bekanntermaßen Anhänger des Extrem-Flashens und Autoren des Flex-Konkurrenten FDT. Darüberhinaus hat man in Aachen wohl einen Faible für das eCommerce entdeckt und mischt neuerdings mit einem sehr eleganten Tool namens »Supreme Auction« den eBay-Marktplatz auf.
Alle Online-Präsentationen, Spiele und Trailer stehen in einer Linkliste in der Download-Sektion bereit.
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Danksagung
| an alle unterstützenden Kräfte, vielen Dank! | >>
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Ohne Unterstützung von Dritten und Sponsoren wären die Veranstaltungen
kaum so günstig realisierbar und so möchten wir uns bei folgenden
Partnern bedanken:

Auch diesmal unterstützte uns der JFC
Medienzentrum als unser Kooperationspartner bei den Räumlichkeiten
und der Technik im KOMED /
MediaPark - vielen Dank!
Adobe verdanken wir unter
anderem das Catering für den gesamten Tag. Galileo
Press , O`Reilly, sowie
Addison Wesley bedachten
uns mit netten Give-Aways und Buchspenden! Auch bei freenet.de
möchten wir uns wiederholt für die Aushilfe von Kulis bedanken :-)
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